Programm

Der Fokus des Camps wird 2020 auf bereits existierenden Strukturen und Projekten liegen. Es soll möglich sein, praktische Fähigkeiten zu erlernen, die über die Zeit auf dem Camp hinaus gehen. Wir haben weniger Projekte auf das Camp einladen, denen dann mehr Zeit gewidmet werden kann, um eine ernsthafte Auseinandersetzung und Organisierung untereinander zu ermöglichen. Das nachhaltige Erlernen von praktischem Wissen soll auf diese Weise den kurzweiligen Wissenskonsum ablösen.


Bevor wir nächste Woche den genauen Zeitplan herausgeben wollen, soll es hier einen kleinen Einblick geben:
Das Klimacamp will ja praktischer und nachhaltiger werden, und so bietet “Zähneputzen“ einen Workshop zum nachhaltigen Aktivismus an: Es geht darum, wie wir Selbstfürsorge in der Praxis üben, Rückzugsräume für Aktivist:innen aufbauen können u.a.m.
„Zucker im Tank“ kommen auch; mit ihnen können wir lernen unsere Praxen der Einmischung zu erweitern.
Mit der ‚GraswurzelRevolution‘ können wir das Schreiben von Texten üben und die Rolle kritischer Presse bedenken.
Beim Aktions-Workshop soll es darum gehen, konkret praktische Erfahrung zu sammeln, Bedenken zu überwinden und so Selbstbewusstsein für die Praxis zu sammeln.
Wer Machtbeziehungen und Wandel körperlich erfahren und darstellen möchte, für den ist vielleicht das „Theater der Unterdrückten“ interessant.

Wie steht es mit Stadt-Land Beziehungen, sozial-ökologischem Wandel, Postkapitalismus, und solidarischen Ökonomien für alle?
Das Mietshaussyndikat HOP aus Trostberg wird mit uns über linkes Leben auf dem Land und Gemeingüter sprechen und die Gruppe „Gemeinwohlwohnen e.V.“ aus München bieten einen Workshop zu alternativen Wohnformen an.
Zur Ernährung und Produktion von Lebensmitteln haben wir eine Solidarische Landwirtschaft eingeladen. Dabei soll die Frage im Mittelpunkt stehen, wie und wo dieses Modell funktioniert, welche Probleme auftauchen, und wie wir in Zukunft mit unserer Versorgung umgehen wollen.

Noch mehr Workshops gibt es zu „Ökologie und Feminismus“ und Kapitalismus und Klimawandel; zudem soll es eine offene Diskussion zu „Revolution – Transformation“ geben.

Wir haben ein-zwei-drei Filme im Gepäck, unter anderem wollen wir Hamburger Gitter zeigen.
Musik gibt es u.a. von Rotzi & Knutschu.

Damit wir nicht in der „Blase“ verkümmern, sind Back Lifes Matter angefragt, und auch im Gespräch mit einem Gewerkschaftdelegierten wollen wir mehr über deren Arbeit erfahren und die Widersprüche ausloten.

Außerdem laden wir schon jetzt Gruppen, Initativen oder Spontane in den Open Space ein, dort können wir Ideen miteinander weiter entwickeln, neuen Input bekommen und diskutieren.
Auf dem Podium wollen wir mit unterschiedlichen Gruppen gemeinsam die Fragen zu Politischer Arbeit in der Stadt und auf dem Land diskutieren und dabei die unterschiedlichen Formen der Politisierung diskutieren, sowie Probleme und Grenzen in der gemeinsamen Arbeit beleuchten.

Falls ihr Wünsche oder Ideen habt, was ihr gerne Lernen wollt beziehungsweise was ihr selbst anderen beibringen möchtet, meldet euch bei uns! Jede*r ist dazu eingeladen sich hier mit ein zu bringen. Das ist unser gemeinsames Camp. E-Mail: klimacamp-chiemsee@riseup.net

Wir freuen uns auf inspirierende und produktive Tage,
solidarische Grüße, die Klimacamp Programm Orga